Der Erfolg bei der Suche nach Fachkräften aus Polen basiert auf der geografischen Nähe, der EU-Freizügigkeit und vergleichbaren Qualifikationsstandards in Handwerk, Bau, Logistik und Pflege. Unternehmen finden geeignete Bewerber, indem sie offene Positionen auf Portalen ausschreiben, die in Polen genutzt werden, und zwar auf Polnisch. Da Polen Teil des europäischen Binnenmarktes ist, entfallen für polnische Staatsangehörige Arbeitserlaubnis und Visum. Eine erfolgreiche Rekrutierung setzt voraus, dass Arbeitgeber verbindliche Angebote zu Vergütung, Unterbringung und Arbeitsinhalten vorlegen. Ähnlich läuft es, wenn Betriebe Fachkräfte aus Rumänien, Spanien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, Ungarn oder Lettland suchen. Der Weg über Direktansprache oder spezialisierte Plattformen wie jobroute.org ist dann sinnvoll, wenn der lokale Arbeitsmarkt keine passenden Bewerber mehr bietet und das Unternehmen bereit ist, neue Mitarbeiter bei Behördengängen und Einarbeitung zu begleiten. Nicht empfehlenswert ist eine Rekrutierung aus dem Ausland, wenn Strukturen für Einarbeitung, Sprachförderung oder Integration fehlen oder der Bedarf nur sehr kurz besteht.