Die Kosten für Stellenanzeigen variieren in Deutschland stark je nach Plattform, Abrechnungsmodell und Laufzeit. Ein KMU zahlt für eine klassische Schaltung auf Portalen wie StepStone oder Indeed zwischen 300 Euro und 1.500 Euro pro Anzeige für eine Laufzeit von 30 Tagen (Stand September 2026). Hinzu kommen Kosten für Premium-Platzierungen, die die Sichtbarkeit um den Faktor drei erhöhen, jedoch die Kosten im gleichen Maße steigern. Arbeitgeber müssen bei der Budgetplanung nicht nur den Anzeigenpreis, sondern auch die Cost-per-Hire (CPH) einbeziehen, die sich aus Anzeigekosten, Zeitaufwand der Personalabteilung und den Kosten für Einarbeitung zusammensetzt. Effiziente Rekrutierung erfordert eine klare Entscheidung zwischen Einzelanzeigen, Flatrate-Modellen oder alternativen Wegen wie dem EU-Bürger einstellen Leitfaden: Ein strukturierter Prozess für deutsche Betriebe. Wenn Sie keine Zeit für das Filtern von unqualifizierten Bewerbungen haben, sind reine Anzeigenmodelle oft ineffizient. Erfahren Sie hier mehr unter Zeitarbeit, Vermittlung oder eigene Anzeige: Kostenvergleich und Entscheidungshilfe, um das richtige Modell für Ihr Unternehmen zu finden. Für die formale Sicherheit nutzen Sie unsere EU-Bürger einstellen Checkliste: Rechtliche Grundlagen und formale Abläufe. Die Plattform jobroute.org bietet beispielsweise Einstiegspakete ab 149 Euro für 30 Tage an (Stand September 2026). ## Kostenstrukturen gängiger Portale Die Preismodelle teilen sich in drei Kategorien: Pay-per-Post, Pay-per-Click und Flatrate-Abos. Bei Pay-per-Post zahlen Sie einen Festpreis für eine Laufzeit von meist 30 Tagen. Diese liegt bei Marktführern im Schnitt bei 800 Euro bis 1.200 Euro (Stand September 2026). Pay-per-Click (PPC) ist riskant, da Sie für jeden Klick auf Ihre Anzeige zahlen. Ein Klick kann je nach Branche zwischen 1,50 Euro und 7,00 Euro kosten (Stand September 2026). Flatrate-Abos wie das Wachstum-Paket für 349 Euro pro Monat (Stand September 2026) lohnen sich erst bei einem Volumen von mindestens drei Stellenbesetzungen pro Monat. ## Versteckte Kosten und Zusatzgebühren Viele Anbieter werben mit günstigen Basispreisen, schlagen aber bei der Auswahl von Regionen oder speziellen Sichtbarkeits-Boosts hohe Beträge auf. Eine Verlängerung nach 30 Tagen kostet oft 50 Prozent des Ursprungspreises, sofern das Abo nicht gekündigt wurde (Stand September 2026). Auch die Einbindung von Logos oder Firmenvideos in Standard-Anzeigen kostet häufig extra, teilweise zwischen 50 Euro und 200 Euro pro Buchung (Stand September 2026). ## Lohnt sich eine eigene Anzeige immer? Eine eigene Anzeige ist dann nicht zielführend, wenn der Fachkräftemangel in Ihrer Region so massiv ist, dass der lokale Pool erschöpft ist. In diesem Fall verlagern sich die Kosten von der Anzeigengebühr hin zu den Kosten für interne Ressourcen, die erfolglos Sichten durchführen. Wenn Sie lediglich 1 bis 2 Mitarbeiter pro Jahr suchen, ist eine teure Jahreslizenz bei großen Portalen unwirtschaftlich. ## Berechnung der Cost-per-Hire (CPH) Die CPH umfasst: (Summe Anzeigekosten + Personalkosten für Sichten + Kosten für Vorstellungsgespräche) / Anzahl der Einstellungen. Betriebe mit 50 Mitarbeitern haben hier oft eine Dunkelziffer, da Arbeitszeit der Inhaber für Anzeigenschaltung selten voll verrechnet wird. Eine ehrliche Rechnung zeigt oft, dass spezialisierte Kanäle kostengünstiger sind als breit gestreute, aber unpräzise Anzeigen. ## Rechtlicher Hinweis Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Informationen zu Arbeitsverträgen, Sozialversicherungsbeiträgen oder steuerlichen Pflichten kontaktieren Sie bitte Ihren Steuerberater, die IHK oder die zuständigen Stellen wie den Zoll bei Fragen zur Schwarzarbeitsbekämpfung.